„Und denke daran, dich zu connecten!” Kaum einen Satz sagen Vorgesetzte zu ihren Mitarbeitern so häufig wie diesen. Denn das nächste Event, die nächste Konferenz oder die nächste Weiterbildung sind nicht nur eine Möglichkeit, den fachlichen Horizont zu erweitern, sondern vor allem eine Chance, neue Kontakte zu knüpfen.

Was viele lediglich als notwendiges Übel ansehen, ist im Business-Umfeld tatsächlich Gold wert. Doch den Wert eines guten Netzwerkes verstehen die meisten erst dann, wenn sie auf eines angewiesen sind. Daher gilt – trotz eventuell peinlicher Schweigeminuten, gezwungen wirkender Small Talks und mitunter aufgesetzter Freundlichkeit: Wer nicht weiß, wie richtiges Netzwerken funktioniert, bleibt am Ende auf der Strecke. Damit das nicht passiert, gibt es hier sieben praktische Tipps, die jeden zurückhaltenden Kontaktknüpfer zum echten Networking-Profi machen.

7 Networking-Tipps, mit denen du positiv in Erinnerung bleibst

1. Allzeit bereit!

Ja, der bekannte Pfadfindergruß hat tatsächlich etwas mit Networking zu tun. Denn wer ohne Visitenkarte zum nächsten Event rennt oder keinen Überblick hat, wer sich vor Ort tummelt, hat verloren, ehe das Netzwerken überhaupt richtig begonnen hat. Gleichzeitig gilt aber auch: Seine Kontaktdaten sollte man nicht einfach willkürlich jedem geben. Stattdessen empfiehlt es sich, im Vorfeld genau zu recherchieren, welche Person tatsächlich einen Mehrwert bietet – und dann gezielt auf diese zuzugehen.

2. Der frühe Vogel…

… fängt nicht nur den Wurm, sondern sichert sich auch die besten Kontakte. Obwohl es bei vielen Events gang und gäbe ist, nicht zu den ersten Gästen zu gehören, so bieten sich doch in den früheren (meist noch ruhigen) Stunden der Veranstaltung die besten Networking-Möglichkeiten – vor allem für Introvertierte, die ungern auf größere Menschengruppen zugehen.

3. Strategisch vorgehen

Die richtigen Kontakte, auf die kommt es an. Aber welche sind eigentlich die richtigen Kontakte fürs eigene Netzwerk? Das hängt natürlich immer von der eigenen Position und den verfolgten Zielen ab; grundsätzlich sollte man allerdings vor allem nach Kontakten Ausschau halten, die Mentor-Qualitäten aufweisen oder eine ähnliche Perspektive haben. Letztere dienen vor allem dem regelmäßigen Austausch, während die anderen auf dem eigenen Karriereweg unterstützen können – und einen im Idealfall als möglichen Nachfolger ins Gespräch bringen.

4. Nicht nur mit Worten sprechen

Egal, ob Deutsch, Englisch oder Spanisch: Letzten Endes ist die Sprache, auf die es wirklich ankommt, die Körpersprache. Daher solltest du stets darauf achten, dass du Blickkontakt zu deinem Gegenüber hältst – sonst wirkst du schnell uninteressiert. Aber: Starre andere auch nicht in Grund und Boden, denn das schüchtert ein. Auch Lächeln macht sympathisch und nahbar. Wer weitere Distanz abbauen will, sollte sein Gegenüber spiegeln. Diese Chamäleon-Technik hilft unterbewusst dabei, Vertrauen aufzubauen – allerdings nur, wenn sie subtil eingesetzt wird.

5. Auch mal Pause machen

Egal, ob Raucherpause oder Messe-Aftershow-Party: je informeller die Atmosphäre, desto entspannter das Networking. Hier lässt sich ungezwungen austesten, ob das Gegenüber zu einem wertvollen Kontakt werden könnte. Ein weiterer Tipp: Ein Follow-Up wie „Erinnerst du dich an unser Gespräch an der Bar?” – beispielsweise per E-Mail oder in sozialen Netzwerken – ist schnell geschrieben und wird in den meisten Fällen auch beantwortet.

6. Unter die Arme greifen lassen

Besonders Schüchterne müssen beim Netzwerken keinesfalls ganz allein in der Ecke stehen und anderen beim Kontakte knüpfen zusehen. Es braucht lediglich die richtige Strategie. Wer es sich allein nicht zutraut, auf Fremde zuzugehen, kann gemeinsam mit einem Networking-Wingman, beispielsweise einem Kollegen, auf Kontakt-Streifzug gehen. Der kann einem nicht nur Personen aus seinem eigenen Netzwerk vorstellen, sondern dient auch als Vorbild, von dem man das Zugehen auf andere lernen kann.

7. Kontakte sind wie Pflanzen

Kontakte zu knüpfen ist schön und gut. Aber selbst die ranghöchsten Personen im eigenen Netzwerk erfüllen keinen Sinn, wenn die persönliche Wertschätzung zu kurz kommt. Daher gilt: pflegen, pflegen, pflegen! Wer sich nur bei seinen Kontakten meldet, wenn etwas benötigt wird, stellt schnell fest, dass auf die wenigsten im Netzwerk Verlass ist – weil zuvor der persönliche Austausch fehlte. Personalisierte E-Mails, ein paar nette Worte in Business-Netzwerken wie XING oder LinkedIn – und schon sieht alles ganz anders aus.

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