Vom Symptom zur Ursache

Fünf-Warum ist eine Methode, um Probleme zu lösen, die aus einem Symptom die Ursache ableitet. Sie beruht auf der Erkenntnis, dass bei einem voreiligen Lösungsversuch die Gefahr besteht, nicht das eigentliche Problem, sondern nur ein Symptom dessen zu behandeln. Solche Scheinlösungen können teuer sein und später zu noch schlimmeren Problemen führen. Viel besser ist es, die eigentliche Ursache des Problems zu beseitigen, weil man dadurch verhindern kann, dass das Problem in Zukunft nicht mehr vorkommt.

Die Fünf-Warum-Methode geht auf den japanischen Manager Taiichi Ohno zurück, der sie bei Toyota eingeführt hat. Nach seiner Erfahrung muss man fünf Mal Warum ist das passiert? fragen, bis man die eigentliche Ursache gefunden hat. In manchen Fällen liefert die Antwort direkt einen Hinweis auf die geeignete Lösung, in anderen Fällen entsteht eine Aufgabe, für die Lösungsideen erst entwickelt werden müssen.

Beispiel: Softwarefehler

Dieses Beispiel ist aus dem Buch „The Lean Startup“ von Eric Ries:

  1. Eine neue Software-Version hat eine Funktion deaktiviert.
    Warum? Weil ein bestimmer Server versagt hat.
  2. Warum hat der Server versagt?
    Weil ein wenig genutztes Teilsystem falsch eingesetzt wurde.
  3. Warum wurde es falsch benutzt?
    Weil der Ingenieur die korrekte Bedienung nicht kannte.
  4. Warum kannte er es nicht?
    Weil er keine Einweisung erhalten hat.
  5. Warum hat er keine Einweisung bekommen?
    Weil sein Manager „keine Zeit hat“, um neue Ingenieure einzuweisen.

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